EV/EBITDA vergleicht den Unternehmenswert (Marktkapitalisierung plus Schulden, minus Barmittel) mit dem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Anders als das KGV berücksichtigt dieses Bewertungsvielfache die Verschuldung und blendet Finanzierungs- und Bilanzierungsunterschiede aus — was es zum Vergleich von Unternehmen mit unterschiedlichen Kapitalstrukturen beliebt macht.
EV/EBITDA = Enterprise Value / EBITDA
Ein niedrigeres EV/EBITDA kann auf eine günstigere Bewertung hindeuten. Da es Schulden und nicht zahlungswirksame Posten herausrechnet, ist es besonders nützlich zum Vergleich kapitalintensiver Firmen oder Übernahmeziele. Typische "faire" Bereiche variieren je Branche und Wachstum, daher stets in einer Vergleichsgruppe betrachten.
Ein Unternehmen mit einem Unternehmenswert von 1,2 Mrd. € und einem EBITDA von 150 Mio. € hat ein EV/EBITDA von 1200 / 150 = 8. Ein Wettbewerber bei 12 wirkt nach diesem Maß teurer.
Fin Screener nimmt EV/EBITDA in die Bewertungskennzahlen auf, die es für jede Aktie ausweist, und hilft, Unternehmen schuldenbewusst statt nur über den Preis zu vergleichen.
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